Was passiert bei einer Grenzvermessung?

Dank einer Landvermessung endlich Gewissheit über die Grenzen des eigenen Grundstücks erhalten

Grenzsteine waren früher ein gewohntes Bild auf Grundstücken. In den immer dichter besiedelten Gebieten in der Stadt haben sie in den letzten Jahren dagegen Seltenheitswert erlangt. Gestiegen ist dagegen die Anzahl an Streitigkeiten über den genauen Verlauf einer Grundstücksgrenze. Mit
Hilfe einer Landvermessung kehrt wieder Frieden in der Nachbarschaft ein.

Was wird im Rahmen einer Landvermessung ermittelt?

Die Landvermessung dient dazu, die Grundstücksgrenzen eines Grundstücks neu zu markieren und bei Bedarf mit neuen Grenzsteinen zu sichern. Neben dem erforderlichen Ortstermin dienen alle vorhandenen Pläne als Grundlage für eine korrekte Ermittlung der Landvermessung. Wer
sich ein rechtssicheres Gutachten über die Ergebnisse der Landvermessung wünscht, muss dieLandvermessung beim Katasteramt beantragen. Entweder führen die zuständigen Mitarbeiter diese selbst aus oder verweisen an einen öffentlich bestellten Vermessungsingenieur. Dieser
vereinbart einen Termin, wobei es Sinn macht, auch die Nachbarn zu benachrichtigen, damit sie selbst sehen, welches Ergebnis bei den Bemessungen vor Ort erzielt wurden.


In der Bauphase ist eine Landvermessung zudem hilfreich, um den idealen Platz für die Baugrube zu ermitteln. Hierbei werden die notwendigen Abstände zu Nachbargrundstücken berücksichtigt, damit es in Zukunft nicht zu Streitigkeiten unter den Nachbarn kommt.

Mit einer Landvermessung rechtsverwertbare Beweise in den Händen halten

Streitigkeiten rund um die Grundstücksgrenze und die vermeintlich auf dem eigenen Grundstück stehenden Gebäude und Zäune halten so gut wie alle deutschen Gerichte auf Trab. Endgültige Klärung kann nur eine offizielle Landvermessung bringen. Kommen die vereidigte Gutachter zu
dem Schluss, dass der jeweilige Tatbestand erfüllt ist, kommen hierfür klar definierte Gesetze zur Anwendung. Hat der Grundstückseigentümer bereits in der Bauphase oder kurz danach Einspruch gegen den Bau geäußert, kommt eine Duldung meist nicht in Frage, da der Kläger auf seinem Recht besteht und einen Rückbau verlangt. Verstreicht diese Frist, muss der Kläger die teilweise Bebauung dulden. Im Gegenzug hat dieser
den Anspruch auf eine Entschädigung in Form einer jährlichen Rentenzahlung oder eines Verkaufs des betreffenden Grundstückteils. Ein weiterer interessanter Sachverhalt ergibt sich jedoch, wenn sich ein Gebäude komplett auf einem Nachbargrundstück befindet. Dieses geht
somit in den Besitz des Besitzers des Grundstücks über. Lediglich bewegliche Gegenstände müssen herausgegeben werden.

Die Kosten für eine Landvermessung nicht alleine tragen

Dient die Landvermessung ausschließlich der Vermessung der Grundstücksgrenzen, muss das finanziell nicht nur von der Person getragen werden, welche die Vermessung veranlasst hat. Die Kosten können anteilig mit den jeweiligen Nachbarn verrechnet werden. Besteht ein Streit über
die Grundstücksgrenze oder die genaue Größe einer Überbauung, kann das jedoch eher die Grundlage für weiteren Streit begünstigen.

Haben die Vermessungen Ihren Verdacht bestätigt, sollten Sie daher die Kosten besser alleine übernehmen, um dem Nachbarn Zeit zu geben, sich mit der Situation zu arrangieren. Vielfach rechnet sich das Gutachten jedoch, wenn die jährlichen Rentenzahlungen eintreffen oder ein
Teilverkauf des bebauten Grundstücks stattgefunden hat. Die Landvermessung schafft somit Tatsachen, auf die Sie sich selbst nach Jahrzehnten noch immer berufen können.

Immobilienbewertung – Ablauf, Verfahren und Tipps

Eine professionelle Immobilienbewertung erleichtert nicht nur die Berechnung des optimalen Verkaufspreises


Den Wert einer Immobilie objektiv festzulegen, fällt den Besitzern verständlicherweise sehr schwer. Liegt der Kauf bereits mehrere Jahre zurück, hat sich auch der Immobilienmarkt inzwischen weiterentwickelt, so dass der Kaufpreis keine wirkliche Grundlage mehr bietet. Anders verhält es sich mit einer professionellen Immobilienbewertung, die sowohl für die Verkäufer als auch die potenziellen Käufer eine fundierte Orientierungshilfe bietet.

Die Vorteile einer professionellen Immobilienbewertung


Der Verkauf einer Immobilie ist niemals alltäglich. Daraus ergibt sich das Problem, mit nur wenig Erfahrung den Preis für die Immobilie festzulegen. Fällt dieser zu hoch aus, schränkt das den Kreis der Interessenten ein, während ein zu geringer Preis Verkäufer schnell dazu veranlasst, das vermeintliche Haar in der Suppe zu suchen. Selbst unter Zeitdruck sollte daher ein kleines Zeitfenster für die professionelle Bewertung der Immobilie freigehalten werden.

Eine Immobilienbewertung nimmt eine Vielzahl von Faktoren zum Anlass, um zum Abschluss zu einer konkreten Wertermittlung zu kommen. Diese kann 1:1 als Preis festgesetzt werden oder leicht überschritten werden. Dadurch entsteht ein Verhandlungsspielraum, der es dennoch nicht
erfordert, die Immobilie unter Wert verkaufen zu müssen. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil ist ebenfalls das abschließende Gutachten. In diesem sind alle Faktoren aufgeführt, die zu einem höheren Wert bzw. einer Wertminderung führen. Hierzu gehören zum Beispiel feuchte
Kellerräume oder auch ein Dach, welches in naher Zukunft neu eingedeckt werden muss.

Entdeckt der Käufer nach einigen Monaten einen Mangel und beschreitet deswegen den Rechtsweg, dient die Immobilienbewertung gleichzeitig als Beweis, dass der Mangel zum Zeitpunkt des Verkaufs noch nicht aufgetreten war. Da der Kaufpreis nur bei Mängeln sinkt, welche dem Verkäufer bereits zum Zeitpunkt des Verkaufs bekannt waren, ist es sehr
unwahrscheinlich einen Prozess zu verlieren.

Tipps für die Auswahl des passenden Sachverständigen


Damit ein Wertgutachten von Banken oder auch vor Gericht anerkannt wird, ist es zwingend erforderlich mit dessen Erstellung nur einen Profi zu betrauen. Diese zu finden, ist in der Praxis jedoch oftmals schwieriger als gedacht, da prinzipiell auch Laien Immobilienbewertungen anbieten können. Immobilienbesitzer sollten sich daher Zertifikate oder Ausbildungsnachweise ansehen, um die angegebene Qualifikation überprüfen zu können. Zu unterscheiden sind zum Beispiel gerichtlich bestellte Gutachter. Diese kommen bevorzugt im Zuge einer Zwangsversteigerung zum Zuge.

Im Sinne des Verkäufers ist es jedoch, diese Gutachten besser für sich zu behalten, da potenzielle Verkäufer hier schnell ihre Chance auf einen Notverkauf sehen und den Preis entsprechend drücken. Frei engagiert werden, können dagegen zertifizierte Sachverständige. Berufserfahrung
und regelmäßige Fortbildungen zeichnen deren Vorzüge aus. Zudem rechnen diese Personen ihre Leistung bevorzugt nach Arbeitsaufwand ab, was es dem Kunden erlaubt, besser nachvollziehen zu können, wie sich der Rechnungsbetrag zusammensetzt. Weiterhin ist es zertifizierten
Sachverständigen möglich, aufgrund der Eckdaten eine erste Einschätzung des Preises zu treffen. Zusätzlich finden sich bei den Immobilienabteilungen von Banken Experten für die Preisvermittlung. Hierfür ist es jedoch erforderlich, die Vermarktung in die Hände der Bank zu legen, was bei der Wahl des Maklers natürlich eine Einschränkung darstellt.

Der Ablauf einer Immobilienbewertung


Für den Ablauf einer Immobilienbewertung sollten sich die Besitzer in erster Linie Zeit nehmen, da einer der wichtigsten Termine in der Immobilie vor Ort stattfindet. Handelt es sich hierbei um ein Mietshaus, ist es empfehlenswert die Mieter von dem Termin in Kenntnis zu setzen, damit
deren Wohnungen begutachtet werden können. Selbst wenn das Stress mit den Mietern bedeutet, sollten diese Diskussionen in Kauf genommen werden, da das Gutachten umso genauer ist, je mehr Daten und Eindrücke in die Wertermittlung mit einfließen können.

Innere Faktoren für die Wertbestimmung


Zu den inneren Faktoren zählen der Zustand der Immobilie sowie die wichtigsten Daten wie die Größe, das Baujahr oder die Größe des Grundstücks. Der Gutachter verschafft sich einen persönlichen Eindruck von der Immobilie, der vom Keller bis zum Dachboden reicht. Hierbei
werden Notizen gemacht oder bei Bedarf Fotos, um zum Beispiel feuchte Stellen oder andere Mängel zu dokumentieren. Im Gegenzug führen natürlich alle in den letzten Jahren ausgeführten. Modernisierungsmaßnahmen wie etwa neue Leitungen oder Solaranlagen zu einer Wertsteigerung des Objekts.

Vermerkt werden auch weitere Faktoren wie ein bestehender Denkmalschutz oder bereits begonnene Baumaßnahmen. Typisch ist hierfür ein bereits mit Wasser- und Stromleitungen ausgestatteter Dachboden, deren Ausbau für den Käufer somit mit weniger Kosten verbunden wäre. Bei dem Termin sollte der Verkäufer alle Rechnungen der letzten Jahre sowie Grundrisse bereithalten. Ebenfalls wichtig sind alle Baugenehmigungen für Anbauten und ähnliche Sachen, da schwarz errichtete Anbauten für neue Besitzer selbst nach Jahrzehnten noch unangenehme Folgen haben können.

Äußere Bestimmung für die Wertbestimmung


Auf die äußeren Faktoren hat der Immobilienbesitzer nur einen indirekten Einfluss. Hierzu gehört die Lage der Immobilie sowie noch spezieller die Infrastruktur des jeweiligen Stadtteils bzw. in Großstädten der unmittelbaren Umgebung. Von den Parkmöglichkeiten, über
Einkaufsmöglichkeiten bis zu öffentlichen Verkehrsmittel haben es auch die Stadtplaner in der Hand, die Immobilienpreisentwicklung zu beflügeln. Ebenfalls nicht unerheblich ist die Menge an Immobilien, die in diesem Stadtteil vorhanden sind. Befinden sich in der unmittelbaren Nähe
mehrere Neubaugebiete, kann das den Preis nach unten senken, während in Gegenden, in denen traditionell die Besitzer eher an ihren Immobilien festhalten, die Preise entsprechend steigen. In der später schriftlich erfolgenden Immobilienbewertung sollte immer transparent mit einfließen,
welche Faktoren schlussendlich Einfluss auf die Bewertung genommen haben.

Unterschiedliche Verfahren für die Immobilienbewertung


Für die Immobilienbewertung sind aktuell drei Verfahren bekannt, welche Sie im Anschluss detaillierter vorgestellt bekommen.

Sachwertverfahren


Das Sachwertverfahren bezieht sich auf den reinen Wert eines Gebäudes. Das Grundstück wird hierbei nicht berücksichtigt. Die Basis einer Sachwertermittlung bildet das theoretische Szenario, wieviel ein Neuaufbau des identischen Gebäudes aktuell kosten würde. Dieses Verfahren wird zum Beispiel für Fabriken oder andere Anlagen angewendet, die bei der Versicherungssumme auf Nummer sicher gehen möchte, bei einem Unglücksfall wie einem Brand am Ende nicht
draufzahlen zu müssen.

Ertragswertverfahren


Das Ertragswertverfahren wird bei allen gewerblich genutzten Immobilien sowie Mietshäusern verwendet. Neben dem puren Wert der Immobilie werden hierbei auch die aktuellen Mietzahlungen berücksichtigt. Da es sich bei Käufern der Immobilien häufig um Kapitalanlagen handelt, sind die Käufer natürlich sehr daran interessiert zu wissen, wann sich im Vergleich zum Kaufpreis, die Investition bezahlt machen wird. In die Ertragswertermittlung fließen jeweils nur Nettobeträge ein, um einen leichteren Überblick zu gewährleisten.

Vergleichswertverfahren


Das Vergleichswertverfahren zieht als Grundlage vergleichbare Objekte aus der unmittelbaren Nachbarschaft. Die hierfür erzielten Kaufpreise bilden den Vergleichswert, welcher eine Einschätzung erlaubt, welcher Verkaufspreis realistisch erzielt werden kann. Natürlich ist bei
diesem Verfahren zu bedenken, dass es niemals zwei wirklich identische Immobilien gibt. Kleinere Abweichungen nach oben oder unten aufgrund der eigenen Ausstattungen der Immobilie sind daher in Kauf zu nehmen.

Die Immobilienbewertung potenziellen Käufern zur Verfügung stellen


Nicht nur die Verkäufer, sondern auch Kaufinteressierte tun sich schwer einen angemessenen Preis für eine Immobilie zu finden. Das liegt nicht zuletzt daran, dass einige vermeintliche Mängel wie etwa ein fehlendes Badezimmer auf jeder Etage oder kein Balkon, keine Preisminderung von mehreren tausend Euro zur Folge haben.

Mit der Bereitstellung der Immobilienbewertung im Exposee erhalten die potenziellen Käufer einen unabhängigen Blick auf die Immobilie und können selbst entscheiden, welcher Preisangemessen erscheint. Das erweist sich speziell in einem Bieterverfahren als ein großer Vorteil, da sich die Käufer hierfür meist ein Limit setzen, welches die erforderlichen Renovierungen berücksichtigt. Finden sich diese im Gutachten berücksichtigt, ist es leicht, ein realistisches Gebot zu verfassen oder auch die Verkaufsverhandlungen auf Augenhöhe mit dem Verkäufer zu betreiben. Die Immobilienbewertung schafft somit eine Vertrauensbasis, die sich für einen zeitnahen Verkauf immer positiv für alle Beteiligten auswirkt.

Kann ich meine Immobilie trotz Kredit verkaufen?

Beim Verkauf einer Immobilie mit bestehenden Krediten genau auf das Kleingedruckte achten

Für den Kauf eines Grundstücks, einer Eigentumswohnung oder eines Hauses eine Immobilienfinanzierung zu benötigen, ist heute die Regel. Diese begleitet die Immobilienbesitzer oft über viele Jahrzehnte. Das bedeutet leider nicht, dass auch die Lebensumstände die gleiche Konstanz besitzen. Hier erfahren Sie, wie Sie eine Immobilie verkaufen, selbst wenn das Ende der Finanzierung noch in weiter Ferne liegt.

Den Kredit nicht als Hinderungsgrund für einen Verkauf betrachten

Nach dem Tod eines Ehepartners oder auch aufgrund langfristiger Arbeitslosigkeit kann sich eine geliebte Immobilie schnell in eine finanzielle Bürde verwandeln. Die monatlichen Kosten für die Finanzierung erfordern nun deutliche Abstriche in anderen Bereichen und daher immer wieder
harte Entscheidungen. Zu den Härtesten gehört es, sich realistisch vor Augen zu führen, dass es nur möglich ist, finanziell wieder auf die Füße zu kommen, wenn die Immobilie veräußert wird. Wichtig ist, in diesem Moment die Zahlungen nicht einzustellen. Das führt nach Mahnungen zum
Kündigen des Darlehens und der Veranlassung der Zwangsversteigerung. Da dies im Grundbuch vermerkt wird, erschwert das den Kauf einer Immobilie um ein Vielfaches.

Sehen Käufer einen aktuellen Grundbuchauszug, werden sie immer versuchen, den Preis zu drücken, da diese nun um die Notlage wissen, in welcher sich die Käufer befinden. Zwei Fakten, die Sie erwarten, sollten Sie bereits jedoch im Vorfeld wissen. Da auch die Bank ein Mitspracherecht beim Verkauf besitzt, wird sie einen Notar ihres Vertrauens mit den
Formalitäten beauftragen. Zweitens wird der Verkaufserlös nicht auf Ihr Konto, sondern ein Notarkonto überwiesen. Hier werden zuerst die Ansprüche des Gläubigers befriedigt und Ihnen der daraus erfolgende Restbetrag überwiesen.

Die Vorfälligkeitsentschädigung bereits im Vorfeld ausrechnen lassen

Planen Sie eine Immobilie trotz Kredit zu verkaufen, sollten Sie immer eng mit der finanzierenden Bank zusammenarbeiten und diese rechtzeitig über Ihre Absichten in Kenntnis setzen. Das bietet zudem gleich mehrere Vorteile. Banken verfügen oft über eine eigenständige Immobilienabteilung, welche Makler beschäftigt. Sie helfen bei einem laufenden Kredit gerne
und übernehmen somit die Vermarktung der Immobilie. Es ist nicht unüblich, dass die Banken selbst einen Verkäufer präsentieren, der bereits im Vorfeld nach einer Immobilie mit den gleichen Eckdaten Ausschau gehalten hat.

Neben diesen positiven Aspekten bestehen Banken bei laufender Finanzierung auf die Vorfälligkeitsentschädigung. Diese entspricht den Zinsen, auf welche die Bank aufgrund der vorzeitigen Ablösung verzichten muss. Wie sich die Vorfälligkeitsentschädigung zusammensetzt, ist für den Kreditnehmer im Vorfeld oft schwer vorauszuberechnen. Daher ist es empfehlenswert, sich zuvor diesen Betrag einmal ausrechnen zu lassen. Das erleichtert es nachzuvollziehen, ob der geplante Verkaufspreis ausreichend ist, um alle Verbindlichkeiten damit zu tilgen. Ist dies nicht
der Fall, macht es Sinn eventuell über eine Umschuldung nachzudenken und somit die monatlichen Kosten zu senken.

Die Kreditübernahme als Entlastung für den Geldbeutel

Von Banken vergebene Immobilienfinanzierungen werden immer in Form einer Grundschuld oder Hypothek im Grundbuch abgesichert. Diese wird im Zuge eines Verkaufs oftmals gelöscht, um Platz im ersten Rang für die Finanzierung des neuen Besitzers zu schaffen. Jedoch ist das nicht die einzige Möglichkeit. Abhängig von der Menge an Eigenkapital, die ein Käufer mitbringt, kann die Grundschuld oder Hypothek auch übernommen werden. Die finanzierende Bank muss dem Vorhaben allerdings zuerst zustimmen, da der ursprüngliche Eigentümer aus der Schuld entlassen werden muss.

Hierfür ist in der Regel eine interne Prüfung erforderlich, um sicherzustellen, dass der neue Besitzer kreditwürdig ist. Hat dieses Vorhaben Erfolg haben alle Parteien einen Vorteil erzielt. Der frühere Besitzer spart sich die Kosten für die Löschung des Grundbucheintrags, der neue Besitzer verfügt über eine Finanzierung und die Bank spart sich ebenfalls sehr viel Papierkram, welcher durch die Berechnung der daher, diese Option zumindest dem Käufer vorzustellen und bei Interesse durch die Bank prüfen zu lassen.

Vorteile eines Maklers beim Immobilienverkauf

Mit der Beauftragung eines Maklers keine Zeit beim Immobilienverkauf verlieren

Für den Verkauf einer Immobilie stellt sich schnell die Frage, ob der Verkauf mit oder ohne Makler erfolgen soll. Die Gründe sich dagegen zu entscheiden, sind oftmals in negativen Erfahrungen begründet. Vielleicht nehmen Sie sich jetzt dennoch einen kurzen Augenblick Zeit, um herauszufinden, warum ein Makler Ihnen zu einem schnelleren Verkauf Ihrer Immobilie verhelfen kann.

Professionelle Makler sparen viel Zeit und Mühe

Bereits heute bleibt zwischen Beruf, Familie und Haushalt kaum eine Minute Zeit, um sich zurückzulehnen und einmal kurz durchzuatmen. In dieser spärlichen Freizeit noch den privaten Verkauf eines Hauses zu bewerkstelligen, ist mehr als nur ein Drahtseilakt. Der Makler erstellt nicht nur ein professionelles Exposee, sondern macht hierfür auch die Fotos, welche Ihre Immobilie immer von Ihrer Schokoladenseite zeigen. Weiterhin werden Anzeigen in regionalen Zeitungen sowie dem Internet geschaltet, um potenzielle Verkäufer auf die jeweilige Immobilie
aufmerksam zu machen. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil eines Maklers ist zudem dessen Kundenkartei. Hierzu gehören neben den Eigentümern von Immobilien auch Menschen, welche auf der Suche nach einem geeigneten Objekt sind. Treffen die passenden Voraussetzungen
aufeinander, kann es durchaus passieren, dass eine Vielzahl von Besichtigungsterminen unnötig wird und die Immobilie bereits nach kürzester Zeit einen neuen Besitzer findet. Die Verkäufer können dadurch ihrem gewohnten Tagesablauf nachgehen, während sich der Makler um alle alltäglichen Bereiche der Vermarktung kümmert.

Die Beauftragung eines Maklers schafft eine emotionale Distanz zu den Kaufinteressenten

Während eines ersten Gesprächs mit dem Makler fragt dieser meist nach Käufern, die für Sie nicht infrage kommen. Wer sein Haus bevorzugt an eine Familie verkaufen möchte, braucht das den Kaufinteressenten nicht selbst mitzuteilen und geht somit auch nicht die Gefahr ein, in
Diskussionen verwickelt zu werden. Um die Klienten vor unangekündigten Besuchen zu schützen, veröffentlichen erfahrene Makler auch niemals die komplette Adresse. Einige gehen sogar noch weiter und blenden die Hausnummer bei Frontansichten der Immobilie aus.

Wenn Sie selbst bei den Besichtigungen nicht anwesend sein möchten, können Sie dem Makler auch einen Schlüssel der Immobilie überlassen und dieser führt nach Absprache mit Ihnen Interessenten durch die Eigentumswohnung oder das Haus. Da sich viele Käufer sehr kritisch präsentieren, um später den Preis drücken zu können, werden die Verkäufer im Vorfeld nicht negativ gegen einen Interessenten eingenommen. Ein erfahrener Makler verfügt zudem über die Fähigkeit, die Interessenten gut einschätzen zu können. Echtes Kaufinteresse wird somit von diesen wahrgenommen und an den Verkäufer weitergegeben. Für die späteren Verkaufsverhandlungen ist das ein großer Vorteil, der dazu führt, auch unter Zeitdruck nicht allen
Wünschen nach Preisnachlässen nachzugeben.

Die Kosten für einen Makler einfach mit dem Käufer teilen

Die Kosten für einen Makler stehen immer wieder im Verdacht, einen großen Teil des Gewinns aufzubrauchen. Doch gerade wenn Sie unter Zeitdruck stehen, da Sie etwa in wenigen Wochen eine neue Arbeitsstelle in einem anderen Bundesland antreten müssen, ist Zeit definitiv gleich
Geld. Wenn Sie vor Ort bereits eine Wohnung gemietet oder ein Haus gekauft haben, fallen unter Umständen ohne einen Verkauf gleich zweifache Kosten an. In Verbindung mit den Umzugskosten kann sich das schnell als eine Herausforderung für die finanziellen Reserven erweisen.

Obwohl aktuell die Rechtsprechung besagt, dass die Maklerkosten von demjenigen beglichen werden müssen, der dessen Dienste in Anspruch genommen hat, können sie auch aufgeteilt werden. Hierbei zahlen Käufer und Verkäufer jeweils die Hälfte, sodass beide den kompletten Service genießen, aber nur 50 % der hierfür entstehenden Kosten tragen müssen. Ein schneller Verkauf mit einem Makler ist daher für alle Beteiligten ein Gewinn.

Auf diese Steuern müssen Sie beim Verkauf einer Immobilie achten

Welche Fristen Sie im Zusammenhang mit den Steuern für den Immobilienverkauf unbedingt kennen sollten

Steuern spielen in Verbindung mit dem Verkauf einer Immobilie nicht nur für den Käufer eine
wichtige Rolle. Da kaum ein Eigentümer wirklich alle Regeln der Steuergesetze kennt, ist es leicht beim Verkauf den falschen Zeitraum zu wählen und sich schlussendlich mit Steuerforderungen konfrontiert zu sehen. Nachfolgend finden Sie daher die wichtigsten Eckdaten
und Gesetze, die Sie in Ihre Verkaufspläne unbedingt einbeziehen sollten.

Die Unterschiede zwischen einem privaten und einem gewerblichen Verkauf von Immobilien

Steuerrechtlich existieren nur zwei verschiedene Arten von Immobilienverkäufen. Unterschieden wird zwischen dem privaten und gewerblichen Verkauf von Immobilien. Gewerbliche Verkäufe
sind steuerpflichtig, während private Verkäufe von der Steuer ausgenommen sind. Besteuert wird jeweils nur der erzielte Gewinn aus dem Verkauf. Das ist der Betrag, der entsteht, wenn der Kaufpreis vom erzielten Preis abgezogen wird. Da für den Kaufpreis bereits Steuern wie die Grunderwerbssteuer bezahlt wurden, ist diese Summe von der Besteuerung aufgenommen. In diesem Bereich hat „gewerblich“ einen anderen Bezug, als er den meisten Personen bekannt ist.
Unternehmen können daher auch in der Lage sein, einen privaten Verkauf zu tätigen. Die Voraussetzung hierfür ist, dass die verkaufte Immobilie mindestens 10 Jahre im Besitz und nicht vermietet war. Zudem darf ein Verkäufer in den letzten fünf Jahren nicht mehr als drei Immobilien verkauft haben. Ab dem vierten Objekt wird der Verkauf als gewerblich angesehen und ist somit steuerpflichtig.

Prinzipiell sind alle gewerblichen Verkäufe von Steuern betroffen. Sich dieser Steuern zu entziehen, ist so gut wie unmöglich, da der Verkauf nur über einen Notar getätigt werden kann. Dieser meldet den Verkauf dem Finanzamt, sodass die Steuerbescheide unter den passenden Voraussetzungen automatisch erstellt werden. Da zur gleichen Zeit die Zahlung des Käufers eingeht, sollte die Zahlung eigentlich kein Problem darstellen.

Die Drei-Objekte-Grenze in Zusammenhang mit Immobilienverkäufen

Steuerrechtlich gilt eine Höchstgrenze für den Verkauf von Immobilien innerhalb von fünf Jahren. Als private Verkäufe werden drei Verkäufe innerhalb einer Zeitspanne von fünf Jahren gerechnet. Für die meisten Immobilienverkäufe ist es daher kein Problem sowohl die eigene Immobilie als auch zwei geerbte Immobilien zu veräußern, ohne dafür einen Cent Steuern zu bezahlen. Ab der vierten Immobilie wird jedoch eine Steuer auf den erzielten Gewinn erhoben. Dies gilt selbst dann, wenn sich die betreffende Immobilie für zehn Jahre im Besitz befunden hat.

Wer sich dazu entschließt, sanierungsbedürftige Häuser zu kaufen und danach wieder zu verkaufen, sollte daher eng mit einem Steuerberater zusammenzuarbeiten, um von den zu zahlenden Steuern nicht kalt erwischt zu werden. Unter die Drei-Objekte-Grenze fallen übrigens
auch Grundstücke. Selbst wenn diese noch nicht bebaut sind, gilt es daher die Fristen für den Verkauf ganz genau auszuwählen, um keine Zahlungsaufforderung des Finanzamtes zu erhalten.

Die Spekulationsfrist von 10 Jahren zuerst verstreichen lassen

Die Spekulationsfrist betrifft einen Zeitraum von 10 Jahren und beginnt ab dem Datum, welches auf dem notariellen Kaufvertrag steht. Wichtig zu wissen ist, dass die Spekulationsfrist ausschließlich Immobilien betrifft, welche nicht vom Eigentümer selbst genutzt werden. Innerhalb der 10 Jahre wird nach dem Verkauf eine Steuer auf den Gewinn erhoben. Erfolgt der Verkauf nach genau 10 Jahren und einem Tag, ist diese Zahlung nicht mehr erforderlich. In diesem Zusammenhang kann natürlich dennoch die Drei-Objekte-Grenze greifen, weshalb vielleicht noch länger gewartet werden muss, bis ein Verkauf besiegelt werden kann.

Steht eine Immobilie in einem Mietverhältnis, kann es dennoch erforderlich werden, bereits vorher einen Verkauf zu initiieren. In diesem Zusammenhang wird häufig von einem Notverkauf gesprochen. Gemeint ist damit, dass die Eigentümer nicht mehr in der Lage sind, die Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen und deshalb mit dem Verkauf einer Zwangsversteigerung zuvorkommen möchten. Eine Überschuldung ist für das Finanzamt jedoch kein Grund, auf die Steuern zu verzichten. Hier gibt es prinzipiell nur zwei Möglichkeiten. Zum einen den Verkaufspreis zu erzielen, der keinen Gewinn macht, und zum anderen einen Höchstpreis zu
erzielen und nach dem Abzug aller Schulden mit dem Finanzamt eine Zahlungsregelung zu finden. Diese sind in der Regel offen für monatliche Zahlungen. Jedoch sollte das Finanzamt dafür zeitnah kontaktiert werden, damit die Zahlungsbereitschaft direkt nach dem Erhalt des Steuerbescheids klar signalisiert wird. Das verschafft Luft vor weiteren Mahnungen und den
damit verbundenen Konsequenzen.

Wie bestimme ich den richtigen Verkaufspreis für meine Immobilie?

Mit dem richtigen Verkaufspreis die Chancen auf einen zeitnahen Verkauf erhöhen. Die eigene Immobilie ist mit vielen Erinnerungen verbunden. Doch Käufer haben in der Regel kein Interesse daran den ideellen Wert einer Immobilie zu bezahlen. Wer zusätzlich unter Zeitdruck für den Verlauf steht, ist daher mehr als gut beraten, einen Verkaufspreis festzusetzen, der beiden Parteien das Gefühl erlaubt ein gutes Geschäft getätigt zu haben.

Der richtige Verkaufspreis ist ein Zusammenschluss aus vielen Faktoren

In Exposés findet sich nicht selten eine Vielzahl von vermeintlichen positiven Details wie zum Beispiel die Sauna im Keller oder der Pool im Garten. Während die einen Kaufinteressenten aus genau diesem Grund einen Besichtigungstermin vereinbaren, kann es für andere Interessenten
eher einen Minuspunkt darstellen, da sie die jeweiligen Flächen lieber anders nutzen möchten.

Zusätzliche Details im Kaufpreis zu berücksichtigen kann daher durchaus negative Auswirkungen auf die Anzahl an Interessenten haben. Zwar kauft schlussendlich nur eine der Personen die Immobilie, die Zeit bis zur Unterschrift unter dem Kaufvertrag kann sich mit einer erhöhten Anzahl an Interessenten jedoch maßgeblich verkürzen. Anders verhält es sich dagegen mit Sanierungsarbeiten wie zum Beispiel neuen Fenstern und Türen oder auch Leitungen. Da die Käufer ein starkes Eigeninteresse an einem Haus haben, das nicht bereits kurz nach dem Einzug der ersten Sanierungsmaßnahmen bedarf, ist ein Mehrpreis in diesem Fall durchaus
gerechtfertigt.

Für einen schnellen Verkauf lernen, durch die Augen der Käufer zu sehen

Ein arbeitsbedingter Umzug in eine andere Stadt, der Zugewinnausgleich nach einer Scheidung oder auch der Verkauf im Zuge einer Zahlungsunfähigkeit macht die Zeit schnell zu einem Gegenspieler. Den Verkaufspreis zu hoch anzusetzen, kann daher zu einer Barriere für viele
Interessenten führen überhaupt einen Besichtigungstermin zu vereinbaren. Faktoren, die für Käufer eine deutliche Einschränkung darstellen, sollten sich daher immer im Kaufpreis widerspiegeln. Ein klassisches Beispiel hierfür ist der Denkmalschutz. Dieser verhindert, dass die Käufer die Immobilie nach ihren eigenen Wünschen verändern können. Das schränkt den Kreis der Käufer ein, was nur über eine Preissenkung zu einem erhöhten Kaufinteresse führt.

Haben mehrere Käufer Interesse, ist es natürlich legitim dem Höchstbietendem die Immobilie zum Kauf anzubieten. Weitere Merkmale, die zu Abzügen führen sollten, sind eingetragene Wohnrechte auf Lebenszeit, bestehende Mietverhältnisse oder die zusätzlichen Kosten für die Erbpacht. Hierbei gehört den Käufern nur das Haus, aber nicht das Grundstück. Der Besitzer des Grundstücks wird entweder mit monatlichen oder jährlichen Zahlungen entschädigt.

Eigene Recherchen auf dem Immobilienmarkt durchführen

Der Wert von Immobilien wird auch aufgrund der Wohngegend bestimmt. Wichtig ist hier nicht die gesamte Stadt, sondern sich eng am Stadtteil zu orientieren. Die Infrastruktur wie öffentliche Verkehrsmittel sowie Kindergärten und Schulen stellt hierbei einen außerordentlichen Wert dar. Dieser steigt, umso besser die Infrastruktur ausgebildet ist, und sinkt je weniger Angebote vor Ort bestehen. Häuser mit gleicher Ausstattung sind daher innerhalb der Stadt teurer als in ländlichen Gegenden. Ein zweiter Faktor ist die Größe des Grundstücks.

Wer ein Haus kauft und mit der gesamten Familie einzieht, freut sich sehr über einen großen Garten, um die Kinder in einem sicheren Umfeld spielen zu lassen. Zur Bestimmung des Kaufpreises ist es daher empfehlenswert zuvor Zeitungsinserate und Anzeigen im Internet zu studieren. Dies erlaubt einen ersten Richtwert, auf dem die weiteren Berechnungen zur Wertermittlung ansetzen können.

Erste Einschätzungen aufgrund von Bewertungssoftware erhalten

Auf Immobilienverkaufsplattformen finden sich immer wieder sogenannte Kaufpreisrechner. Sie erlauben innerhalb von wenigen Eingaben eine erste Einschätzung zu erhalten, welcher durchschnittliche Verkaufspreis mit diesen Daten erzielt werden kann. Die angezeigte Spanne kann jedoch sehr umfangreich sein und oft werden die Nutzer aufgefordert, weitere Daten zum Zustand der Immobilie einzugeben. Hierzu gehören zum Beispiel das Alter der Heizung oder auch der Badezimmer.

Stehen in Zukunft umfangreiche Modernisierungsarbeiten an, hat das natürlich einen negativen Effekt auf den Preis, den die Käufer bereit sind, für eine Immobilie zu zahlen. Da ein Großteil der Käufer die Arbeiten noch vor dem Einzug erledigen lässt, erwarten sie im Gegenzug natürlich ein
Entgegenkommen beim Kaufpreis. Für die Nutzung einer Bewertungssoftware können zudem Kosten entstehen. Hierbei werden die Ergebnisse erst freigegeben, wenn der Nutzer einen bestimmten Betrag entrichtet. Wer sich nur eine generelle Einschätzung wünscht, sollte daher auf kostenlose Angebote ausweichen.


Mit einem Wertgutachten eine realistische Einschätzung des Werts erhalten

Wer sein Haus auf keinen Fall unter Wert verkaufen möchte, sollte ein Wertgutachten in Auftrag geben. Hierfür ist es wichtig, einen Gutachter zu wählen, welcher in diesem Bereich über ausreichend Erfahrung sowie die notwendigen Qualifikationen verfügt. Der Gutachter macht sich
zudem immer vor Ort ein Bild. Hierbei fließen alle Faktoren in die Bewertung mit ein, welche entweder den Wert des Hauses erhöhen oder herabsetzen. Weiterhin wird auch das Grundstück bewertet und als separater Wert aufgeführt. Das ist besonders bei Häusern interessant, die längere Zeit leer gestanden haben und bei denen auch ein Abriss und anschließender Neubau in Frage kommt.

Ein professionelles Gutachten ist jedoch zuerst mit Kosten verbunden, die je nach Umfang des Gutachtens zwischen 1000 – 2000 Euro liegen können. Im Gegenzug erhalten die Besitzer ebenfalls eine Dokumentation aller Mängel. Das kann im Anschluss hilfreich sein, wenn die Käufer sich durch einen auftretenden Mangel getäuscht fühlen und daher den Rechtsweg
beschreiten. Das Gutachten kann zudem den Käufern vorgelegt werden, wenn sie Zweifel am genannten Preis äußern.

Bei der Festsetzung des Verkaufspreises den Verhandlungsspielraum nicht vergessen

Käufer suchen bei einer Besichtigung nicht selten nach dem berühmten Haar in der Suppe. Das erlaubt ihnen, bei den späteren Verkaufsverhandlungen Preisnachlässe fordern zu können. Es ist daher durchaus legitim, den in einem Gutachten genannten Preis im Angebot um 10 % zu erhöhen. Das erlaubt dem Eigentümer ein Polster für die Verhandlungen nutzen zu können, um dem Käufer in den Verhandlungen vermeintlich entgegenzukommen.

Wer nicht unbedingt auf das Geld durch den Verkauf angewiesen ist, hat somit alle Asse in der Hand, um wenn nötig auf einen Käufer zu warten, der bereit ist den realistischen Preis zu bezahlen. In die Karten spielen Immobilienbesitzern zudem die steigenden Mieten, die es für immer mehr Menschen attraktiv macht, sich dieser Spirale höherer Mietkosten zu entziehen und in den eigenen vier Wänden das private Glück zu finden.