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Welche Unterlagen werden benötigt, um eine Eigentumswohnung zu verkaufen?

Um die Wohnung letztendlich zu verkaufen, werden verschiedene Unterlagen zur Übergabe an den Notar, das Grundbuchamt und an den Käufer benötigt. Um einen Immobilie zu verkaufen, muss unter anderem der Besitz derselbigen nachgewiesen sein. Weitere Unterlagen sind vonnöten, um die Eigentumswohnung schließlich auch zu verkaufen.

Unterlagen für den Notar

Der Notar benötigt zum Aufsetzen des Kaufvertrages sowie für die Regelung der nötigen Einträge bei den Behörden Unterlagen. In den Kaufvertrag gehören eine genaue Beschreibung der zu verkaufenden Wohnungen mit allen dazugehörenden Räumlichkeiten wie Kellerräumen oder Garagen. Der genaue Kaufpreis und die Fälligkeit der Zahlung sowie die Zahlungsmodalitäten müssen definiert werden. Bereits geleistete Anzahlungen müssen dokumentiert werden. Ebenfalls wichtig ist, dass dem Kaufvertrag bereits die Auflassungserklärung für den Käufer beiliegt. Auch die Höhe des Hausgeldes und die der Instandhaltungskosten sollten dokumentiert sein. Ist die Wohnung vermietet, muss der Zeitpunkt des Übertrags des Mietverhältnisses geklärt sein. Am besten ist es daher, dem Notar zum einen die Daten aus dem eigenen Kaufvertrag bei Erwerb der Immobilie zugänglich zu machen. Auch ein Grundriss des Objektes und eine Baubeschreibung aus der Bauzeit sollten beiliegen. Ebenfalls vonnöten sind ein Grundbuchauszug, Belege zum Hausgeld, Teilungserklärung der Hausgemeinschaft. Sollten nicht mehr alle Belege vorhanden sein, können diese bei den einzelnen Instanzen angefordert werden Der Notar oder auch ein beauftragter Makler kümmern sich beim Fehlen der Belege auf Zuruf zumeist gerne darum. Ebenfalls wichtig sind Dokumente über vorhanden Hypotheken oder sonstige Schulden von Seiten des Käufers, deren Einträge gelöscht werden sollen. Daher rät es sich, selbst wenn bereits ein Grundbuchauszug vorliegt, diesen vor einem Verkauf neu anzufordern, um etwaige Überraschungen zu meiden.

Unterlagen für die Behörden

Einige dieser Unterlagen müssen vor Vertragsabschluss zur Übergabe an die Behörden bereits stehen, damit der Verkauf reibungslos vonstattengehen kann. Zur Einreichung der Auflassungserklärung im Grundbuch wird eine Einigungserklärung zwischen Käufer und Verkäufer benötigt. Um vorhandene oder bereits beglichene Grundschulden aus dem Grundbucheintrag des Verkäufers löschen zu lassen, wird eine Löschungsbewilligung der Bank oder des Kreditgebers benötigt. Die Übertagung des Objekts durch die Auflassungserklärung kann erst nach Klärung dieser Frage erfolgen. Daher ist es wichtig, diese Daten noch vor dem Verkauf zu klären. Der bereinigte Grundbuchauszug sowie die Auflassungserklärung dienen dem Käufer später zur Vorlage beim Grundbuchamt, um das Objekt auf sich umschreiben zu lassen. Ebenfalls wichtig sind der Auszug aus dem Katasteramt sowie eine vollständige Objektbeschreibung, welche jedoch bereits in dem bestehenden Eintrag vorhanden sein müssten. Nicht im Eintrag vorhandene Änderungen müssen ebenfalls dokumentiert werden. Die zukünftigen Grundschuldeinträge des Käufers sind hingegen erst für die Beantragung des Grundbucheintrages durch den Käufer relevant. Ebenfalls nicht vonnöten für die Abwicklung des Verkaufs von Behördenseite ist der Nachweis der Brandschutzversicherung oder die Erbringung von Gutachten und Bewertungen zum Objekt.

Unterlagen zur Übergabe an den Käufer

Die Unterlagen für den Käufer werden in der Regel bei Unterzeichnung des Kaufvertrages zu Übergabe beigelegt. Es kann jedoch sein, dass der Interessent bereits bei Kontaktaufnahme Unterlagen sehen will. Daher ist es sinnvoll, alle relevanten Unterlagen vorliegen zu haben. Wichtig ist der Grundbuchauszug, um zu beweisen, dass der Verkäufer tatsächlich auch der Besitzer der Immobilie ist. Der Grundrissplan wird meistens zur Einsicht angefordert, schon allein damit sich der Käufer ein besseres Bild über das zu verkaufende Projekt machen kann. Die vollständige Beschreibung des Objekts sowie die Baubeschreibung sind spätestens bei der Vertragsunterzeichnung oder dem Vorvertrag beizulegen. Dem Vertrag beiliegen muss beim Verkauf einer Eigentumswohnung ebenfalls die Teilungserklärung. Bei der Teilungserklärung handelt es sich um die Regelung des Innenverhältnisses der Wohneigentümergemeinschaft Ebenfalls zu erbringen, sind die letzten 3 Sitzungsprotokolle der Eigentümergemeinschaft sowie die letzte Wohngeldabrechnung. Zumeist wollen Interessenten bei einem Erstkontakt ebenfalls Informationen über den Energieausweis und die Brandschutzversicherung haben. Diese sind später ebenfalls dem Kaufvertrag beizulegen. Die Vorlage der Bewertung der Immobilie ist nicht vorgeschrieben. Unterlagen wie die Baubeschreibung müssen dem Exposé für den Käufer nicht unbedingt beigelegt werden.